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Brenn- und Explosionskenngrößen von Stäuben

DEKRA ermittelt relevante Werte für Maßnahmen im Explosionsschutz

Die Bestimmung der Brenn- und Explosionskenngrößen von brennbaren Stäuben hat unmittelbaren Einfluss auf den sicheren Umgang mit diesen Stoffen. Diese Kenngrößen sind relevant für die Auswahl und Bewertung von Explosionsschutz-maßnahmen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach der Betriebs-sicherheitsverordnung (Explosionsschutz-dokument). DEKRA ermittelt in den zertifizierten Labors präzise die erforderlichen Brenn- und Explosionskenngrößen.

Brennbare Stäube

Als brennbare Stäube werden feinzerteilte Feststoffe bezeichnet, die exotherm oxidierbar sind. Dazu gehören organische (Kohle, Holz, Faserstoffe, Nahrungs-, Genuss- und Futtermittel, Kunststoffe, Harze, Gummi und Pharmazeutika) und anorganische Feststoffe (Metalle und ihre Legierungen, Ruß oder Schwefel).


Einflussfaktoren auf die Kenngrößen und repräsentative Auswahl der Staubprobe

Verschiedene Parameter beeinflussen das Explosionsverhalten von Stäuben. Dazu gehören im Wesentlichen die Staubfeinheit, die durch den Medianwert beschrieben wird, und die Feuchte. Mit abnehmender Korngröße und Feuchte nimmt die Neigung der Stäube zu Explosionen zu. Feinere Stäube sind leichter endzündbar und reagieren heftiger als gröbere. Daher ist es wichtig, eine Staubprobe zu untersuchen, die in Bezug auf die Explosionstechnik den kritischten Fall abdeckt. In aller Regel sollten für Untersuchungen an abgelagertem Staub Korngrößen von < 250 µm und für solche an aufgewirbelten Staub von < 63 µm genutzt werden. Häufig werden Stäube aber auch in einer Zusammensetzung von Korngrößen untersucht, die für das zu beurteilende Verfahren repräsentativ ist.

Daher wird von jeder Staubprobe zunächst die Korngrößenverteilung und Feuchte bestimmt. Zusätzlich führt DEKRA bei Bedarf eine Immediatanalyse oder die Bestimmung des speziellen Durchgangswiderstands aus. Die Probenmenge ist abhängig von der zu bestimmenden Kenngröße.


Aussagekraft der Kenngrößen

Art und Umfang der Prüfungen orientieren sich immer am konkreten Anwendungsfall (Anlage, Verfahren, Prozessbedingungen, organisatorische Maßnahmen) und sollten daher in Zusammenarbeit mit DEKRA festgelegt werden. Ansonsten kann es zu Fehleinschätzungen bei der Beurteilung von Gefahren oder bei der Auslegung von Explosionsschutzmaßnahmen kommen.

DEKRA berät Sie gerne bei allen Fragen zu diesem Thema.

 

In der folgenden Tabelle sind die wesentlichen Kenngrößen und Prüfmethoden zusammengestellt. Die Prüfungen finden in aller Regel unter Umgebungsbedingungen statt.

Kenngren

(Grafik zum Download: Kenngrößen.gif)

 

Die Kenngrößen dieser Tabelle beschränken sich auf die Beschreibung des Reaktionsverhaltens zwischen Staub und Sauerstoff in der Luft. Für staubförmige Produkte, die ohne Luftsauerstoff exotherm reagieren können, sind Untersuchungen notwendig, über die hier beschriebenen Verfahren hinausgehen.

DEKRA berät Sie gerne bei Fragen zu diesem Bereich.

Kontakt

DEKRA EXAM GmbH
Dirk Wessels
Telefon +49.234.3696-103
dirk.wessels@dekra.com

EN 353-1:2002

Die Prozedur zur Neu- bewertung für Betroffene, deren Produkte auf Basis der EN 353-1:2002 zertifiziert wurden, steht. Bitte laden Sie hierzu die offizielle Information der Koordinierungsgruppe der deutschen Prüfstellen hier herunter. Eine Muster- tabelle für die Gefahren- bewertung können Sie ebenfalls dort herunter- laden. Download...

 

Standort Essen: Wir sind umgezogen:

Seit dem 19. Juli 2010 finden Sie uns in Essen auf der Adlerstraße 29. Mehr...

 

Das Verzeichnis der EG-Baumusterprüf- bescheinigungen für Gaswarngeräte mit einer Messfunktion für den Explosionsschutz ist zum 30.06.2010 aktualisiert worden: